Auszeichnung

Wir wurden zum 4. Mal in Folge vom Stadtverschönerungsverein ausgezeichnet „für die Verbindung von in die Nachbarschaft wirkender temporärer Kultivierung von Brachflächen einerseits mit der soziokulturellen Bedeutung des Veranstaltungszentrums andererseits.“ Die Ehrung hätte durch den OB Dr. Frank Nopper statt finden sollen, fand vertretungsweise durch Herrn BM Pätzold statt.

„Das Grüne nach oben“

Es freut uns sehr bekannt geben zu dürfen, dass unser Kurzfilm „Das Grüne nach oben“ in der Kategorie Fantasy auf dem Urban Gardening Festival HUMUS Revolution in Madrid gewonnen hat. 🤗🥳👩‍🌾🧑‍🌾🎬

Madjid und Husna über die Erfahrung Pesto selber zu machen

Madjid und Husna über die Erfahrung Pesto selber zu machen:

Husna: „Im Sommer 2021 in den großen Ferien haben wir im Hort selbstgemachtes Pesto hergestellt. Die Kräuter kamen vom Stadtacker. Da wo unsere Schilder auch hängen. Birgitt hat sie uns mitgebracht. Hauptsächlich Bohnnekraut war da, aber auch Oregano und Basilikum, und sogar ein wenig Rosmarien kam in unser Pesto hinein.“

Majid: „Ich fand´s cool als wir die Nüsse und Sonnenblumenkerne und die anderen sachen auf dem Herd geröstet haben. Das wichtigste dabei war, damit sie nicht angebrannt sind, dass man ständig gerührt hat, alles immer  bewegt hat.“ (immer nur kleine Mengen rösten und Sonnenblumenkerne, Mandeln, Walnüsse, Cashewnüsse oder Pinien, je nach dem was man hat einzeln gold gelb bis braun rösten) 

„Wir zupften die Kräuter von den Stielen, dabei bekam man richtig braune Finger. Wenn man das Bohnenkraut von Oben nach Unten streifte, konnte man es ganz leicht vom Stiel zupfen. Die Siele sind zu grob. Um ein feines Pesto zu bekommen, nimmt man nur die zarten Blätter der Pflanzen. Es war eine ganze Menge an Bohnnekraut-Blättchen. Diese zerkleinert man dann mit einem Pürrierstab, dazu gibt man etwas Olivenöl. SEhr schnell wird das Volumen klein. Aber der duft ist unglaublich! Jetzt gibt man die Kerne und Nüsse dazu. Auch sie werden pürriert. Der Pürrierstab lief heiss und wir mussten Pause machen. Wir hatten noch geriebenen Parmesan Käse und Salz daruntergemengt und immer wieder Olivenöl…. Bis alles die richtige Konsistenz hat und von allen Zutaten eine ausgewogene Mischung darin war.“

„Dann haben wir es in kleine Gläschen gefüllt, mit eher spitzen (nicht all zu runden) Teelöffeln. Als die Pestomasse im Glas war, stampften wir dieses noch mal vorsichtig auf ein Geschirrtuch (um so die Masse möglichst ohne Lufteinschlüsse fest ins Glas zu bekommen und darauf gaben wir einen kleinen Schuss Olivenöl um das ganze luftdicht abzuschliessen, so wird es etwas haltbarer. Aber lange kann man das frische Pesto nicht aufbewahren, es sollte bald verzehrt werden.) Die Schilder bzw. Etiketten für unsere Gläschen mussten wir auch noch basteln und schreiben.“ 

Madjid: „Zu Hause haben wir dann Nudeln gemacht. Wir, meine große Schwester, meine Mutter und ich haben es dann probiert. Es war lecker. Ich habe mir noch etwas mehr Salz dazu gemacht. Man hat die Kräuter echt geschmeckt. Das hatte n guten Geschmack! Husna hat´s auch gut geschmeckt. Meiner Mutter allerdings war es nicht würzig genung. (Meine Eltern kommen aus Pakistan und kennen ganz andere Gewürze und sie lieben Chutneys und Pfefferminz und Korriander-Pestos) Meiner großen Schwester schmeckte es auch gut.“

Husna: „Wir werden sicher noch mal so ein Pesto machen. Wir haben auch einige Töpfe mit Kräutern auf dem Balkon, allerdings kein Bohnenkraut. Noch nicht. Wenn wir welches brauchen, bekommen wir vielleicht welches vom Stadtacker.“

und aus dem Internet noch bissle was zum Bohnenkraut:

Die gängigste Anwendung von Bohnenkraut ist freilich eine Nutzung als Gewürz. Ob gegen Blähungen durch Hülsenfrüchte wie Bohnen oder Linsen, zu Fischgerichten wie Aal oder zu Lamm- und Schweinegerichten – den Einsatzmöglichkeiten der scharfwürzigen Satureja innerhalb der Küche sind kaum Grenzen gesetzt. Nutzen Sie hier am besten eine Kombination mit Basilikum, Oregano, Rosmarin und Thymian, denn das Pflanzenquintett wird nicht umsonst als beliebte Gewürzmischung namens Kräuter der Provence angeboten.

  • Um Schmerzen bei einem Bienenstich zu lindern, reiben Sie die Stelle mit den frischen Blättern des Bohnenkrauts ein.
  • Ein aus Bohnenkraut zubereiteter Aufguss dagegen soll den Appetit anregen sowie bei Verdauungsbeschwerden und Blähungen helfen.
  • Bei den Römern kam das Kraut als Desinfektionsmittel zum Einsatz. Auch müde Augen wurden mit einem Aufguss aus Bohnenkraut erfrischt.
  • Ein Tee aus zwei Teelöffeln Bohnenkraut und einem halben Liter Wasser zubereitet, regt den Körper an und kräftigt diesen. Auch Krämpfe und Durchfälle können Sie so verhindern. Dafür das Kraut 15 Minuten lang im heißen Wasser ziehen lassen.

Bohnenkraut und dessen Verwendung

Bohnenkraut ist ein vielseitiges Würzkraut, das aber auch bei Bauchschmerzen und Hautproblemen hilft.

Bohnenkraut in der Küche

Bohnenkraut ist ein Klassiker im Gewürzschrank. Verwendet wird das beliebte Küchenkraut sowohl frisch wie auch getrocknet. Anders als es bei vielen anderen Kräutern ist Bohnenkraut auch getrocknete sehr aromatisch und kann bei guter Qualität sein Aroma sogar intensiveren. Der beste Zeitpunkt, um besonders geschmacksintensives Bohnenkraut zu ernten, ist die Phase unmittelbar vor der Blüte.

Der Geschmack von Bohnenkraut ist kräftig und herb mit einer leicht scharfen Note – entfernt vergleichbar mit einer Mischung aus Rosmarin und Thymian. Winterbohnenkraut schmeckt meist intesiver als das Sommerbohnenkraut. Verantwortlich für den recht intensiven Geschmack sind die enthaltenden ätherischen Öle, allem voran Thymol und Carvacrol.

Dafür verwendet man Bohnenkraut in der Küche:

  • als Gewürz für Bohnen und andere Hülsenfrüchtler, z.B. für eine cremige Bohnensuppe in Verbindung mit Kartoffeln
  • für Saucen und Marinaden
  • für spezielle Gewürz- und Kräutermischungen: Bohnenkraut ist z.B. Hauptbestandteil der Kräuter der Provence
  • als Gewürz für Fisch und Meeresfrüchte: Bohnenkraut passt sehr gut zu Garnelen oder weißen Fischen wie Pangasius, Barsch oder Zander
  • als Gewürz für Fleischgerichte wie Hühnchen, aber auch Wildgerichte
  • als Zutat für Frischkäse oder Quarkgerichte
  • zum Würzen von Pastagerichten oder Gnocchi

Nach Bohnen schmeckt Bohnenkraut nicht, harmoniert aber perfekt zu Bohnen in jedweder Version: egal, ob als Bohnensalat oder Bohnengemüse. Doch auch anderes Gemüse wird durch Bohnenkraut fein aromatisiert, allen voran Erbsen und Linsen sowie Kartoffel- und Kohlgerichte. Hervorragend macht sich Bohnenkraut ebenso zu Lammfleisch und Fischgerichten, insbesondere wenn man die zitronenfrische Varietät Satureja citridona verwendet.

Bohnenkraut in der Küche
Bohnenkraut und Hülsenfrüchte wie Bohnen sind ein gutes Team (Foto: Carmen Steiner / stock.adobe.com)

Eine weitere Verwendung von Bohnenkraut ist die Zubereitung herzhafter Quark- und Buttergerichte. Ausgezeichnet schmeckt Bohnenkraut beispielsweise in selbstgemachter Kräuterbutter, die zu gegrilltem Gemüse oder Fleisch passt. Lohnenswert kann auch die Verfeinerung von Kräuterquark oder Frischkäsespezialitäten sein. Bohnenkraut harmoniert im übrigen sehr gut mit anderen mediterranen Kräutern wie Lavendel, Oregano oder Salbei.

In der Küche findet meist das Sommer-Bohnenkraut Verwendung, welches insgesamt etwas milder schmeckt als das Winter-Bohnenkraut. Grundsätzlich können allerdings beide Arten verwendet werden; letztere passen mitunter zu deftigen Gerichten.

Da Bohnenkraut ein recht kräftiges Aroma hat, sollte es als Gewürz immer nur sehr sparsam verwendet werden. Bohnenkraut sollte nicht erst zum Schluss beigefügt werden. Beim Mitkochen gehen die Aromen nicht verloren sondern werden gut verteilt.

Bohnenkraut als Heilkraut

Schon im Mittelalter war Bohnenkraut ein bekanntes Heilkraut, welches vor allem unterstützend zu Speisen oder allgemein für Verdauungsbeschwerden verwendet wurde. So finden sich im Kräuterbuch von P. A. Matthioli Anweisungen, Bohnenkraut (welches dort als Saturey bezeichnet wurde) z.B. als Tee oder mit Honigwasser zuzubereiten. Weiterhin wurde Bohnenkraut gegen Kopfschmerzen und gegen Schlafbeschwerden verwendet.

Bohnenkraut im alten Kräuterbuch
Beschreibung des Bohnenkrauts (hier als Saturey bezeichnet) im Kräuterbuch von Mattioli

Bohnen als Vertreter der Hülsenfrüchte sind nicht immer leicht verdaulich. Durch das Verfeinern mit Bohnenkraut werden Blähungen und Krämpfen in Magen und Darm zeitgleich vorgebeugt. Ein Tee, zubereitet aus dem frischen oder getrockneten Kraut (Ziehzeit frisches Bohnenkraut ca. 10 min und getrocknet ca. 5 min) hat den gleichen krampflösenden Effekt und hilft durch den Gerbstoffanteil im Bohnenkraut auch gegen Durchfall. Ebenso wirksam ist Bohnenkraut bei Husten – hierfür wird mit abgekühlten Tee gegurgelt. Bewährt hat sich Bohnenkraut auch in der Pflege fettiger, unreiner Haut. Ein Gesichtsdampfbad mit Bohnenkraut reguliert die Sebumproduktion (Sebum = Hautfett, Talg) und hilft, entzündliche Unreinheiten zu behandeln.

Beide Bohnenkrautarten haben antibakterielle Eigenschaften. Einige Quellen berichten darüber hinaus, dass Sommer-Bohnenkraut bei der Behandlung von Krankheiten, die durch Candida albans und Aspergillus (Schimmelpilze) ausgelöst wurden, unterstützend eingesetzt werden kann 1).

Aktion:is:muss Festival auf dem Stadtacker

Im Rahmen des Aktion:is:muss Festival von Zirkus Mutter Erde und dem kesselkonstruktiv Bündnis sind am Wochenende vom 16.-18.07.2021 mehrere Aktionen auf dem Stadtacker geplant:

Am Freitag Abend könnt ihr euch entspannt bei einem Konzert mit Liedern aus aller Welt auf das Festival-Wochenende einstimmen und den Klängen von Cello, Gitarre, Schlagzeug und Gesang von „Jolie Folie“ lauschen.

Am Sonntag erwartet Groß und Klein ein vielfältiges, buntes Programm. Kinder können bei uns mit Lehm matschen und modellieren. Daneben gibt es Waffeln und erfrischende Getränke mit Kräutern vom Acker. Gegen Abend besteht die Möglichkeit zu einer gemeinsamen Yogastunde. Bitte dafür selbst eine Matte mitbringen.
Im Anschluss dürft ihr euch nochmals auf ein Konzert von „Jolie Folie“ freuen.


Freitag ca. 18:30 Uhr: Konzert
Sonntag ab 14 Uhr: Kinderprogramm und kulinarischer Verpflegung, 17 Uhr: Yoga, ca. 18 Uhr: Konzert

Trauerfall auf dem Stadtacker

Mit schwerem Herzen verkünden wir den Verlust einer der beeindruckendsten Akteurinnen auf dem Wagenhallenareal.

Viele Jahre hat uns die Trauerweide begleitet, uns Schatten gespendet, ihre langen Äste schützend über uns ausgebreitet, während wir Konzerten gelauscht oder Theateraufführungen genossen haben. Auch Hochzeiten und Geburtstage wurden unter dem Blätterdach gefeiert und für viele Vogelarten wie Amseln, Rotkehlchen oder Zaunkönige diente das Unterholz als Kinderstube und Lebensraum.

So hat uns die Weide den Wert von Bäumen spürbar gemacht, indem sie direkt auf unsere Herzen gewirkt hat, sobald das Tor durch das Blätterdach durchschritten wurde.

Nun hat die Weide am 6.7.2021 durch Altersschwäche, dem Druck der Trockenheit in den letzten Jahren und dem stürmischen Wetter in letzter Zeit, nachgegeben und hat sich, während Windstille und Sonnenschein herrschte, zur Ruhe gelegt.

Bei dem Stutz kam zum Glück niemand zu schaden. 

Das Kinderäckerle

Direkt zwischen Sandkasten und Badewanne befindet sich seit neustem das Kinderäckerle. Hier können sich die Kleinen im Gärtnern üben und selbstständig oder mit Hilfe der Eltern
aussähen, gießen und entdecken. Samen und Jungpflanzen gibt es bei uns. Viel Spaß beim Buddeln!

Auf den Spuren von Gertrud Franck

Seit diesem Jahr bewirtschaften wir unsere Gemeinschaftsflächen nach dem Vorbild von Gertrud Franck.

Ziel ist es mit einem übersichtlichen System nicht nur die StadtgärtnerInnen zum mitmachen anzuregen, sondern mit Hilfe von Mischkultur und Bodenpflege gutes Pflanzenwachstum zu erreichen.

Mischkultur findet dabei nicht nur von Reihe zu Reihe statt, sondern auch innerhalb der Reihen. So schützt der Salat die Radieschen vor den Erdflöhen und der Dill hilft den Möhren beim Keimen.

Die für Gertrud Franck typischen Spinatreihen werden im Frühsommer zu Mulch, der immer wieder mit verschiedenen Kompostmaterialien erneuert wird. So wird der Boden regelmäßig „gefüttert“
und lebendig gehalten.

Zusätzlich wird er vor dem Austrocknen geschützt und die Mulchreihen dienen den GärtnerInnen als weiche Wege. So wurde durch Gertrud Franck ein System geschaffen, dass die natürlichen Lebensprozesse im Boden und die Artenvielfalt mit einem anschaulichen Reihensystem verbindet.

Zu den Aufgaben der GärtnerInnen zählen also das Organisieren, Ausbringen und das Feuchthalten der Mulchmaterialien. Die Pflanzen danken anschließend die gute Pflege mit leckeren Früchten.

Tag der offenen Gärten 2021

Am kommenden Samstag den 12.06.2021 ab 14:00 wird es im Rahmen des „Tag der offenen Gärten 2021“ auch am Stadtacker Menschen geben die euch gerne unseren Garten zeigen. Es wird Waffeln geben, Butter und Tee mit Ackerkräutern, Kaffee, Pesto und vieles mehr. Außerdem könnt ihr wenn ihr möchtet Jungpflanzen bei uns bekommen. Alles auf Spendenbasis. – Wir freuen uns schon sehr auf euch und darauf mit einen wunderschönen Frühlingstag auf dem Acker genießen zu können ☀️ (alles selbstverständlich unter Einhaltung der aktuellen Coronaregeln)

Neues Konzept für Wagenhallen – Experimenteller Raum inmitten der Stadt

Das Wagenhallenareal im Norden soll Kreativquartier werden. Ein entsprechendes Konzept haben der Kunstverein und der Verein Stadtacker der Stadt vorgelegt.

Kunstverein Mitglieder Lonni Görlach, Clair Bötschi, Robin Bischoff und Sylvia Winkler (von li.) Foto: Lichtgut / Ferdinando Iannone©

Stuttgart – Das Wagenhallenareal und seine Freiflächen sollen ein nachhaltiges Kreativquartier für Kulturschaffende im neuen Rosensteinviertel werden. Ein entsprechendes Konzept haben der Kunstverein und der Verein Stadtacker jetzt dem Städtebau-Referat der Stadt vorgelegt. Nach Überzeugung der Initiatoren kann hier ein Stadtteil entstehen, in dem künftig erprobt wird, wie die Stadt von morgen aussehen soll und wie sich das Leben darin gestaltet. In der Broschüre „Transformation C1/C2“ plädieren die Initiatoren mit konkreten Beispielen dafür, bereits etablierte Strukturen weiterzuentwickeln. „Wir brauchen dringend mutige Räume, in denen wir neue Formen von Arbeiten, Wohnen und Kultur ausprobieren können“, sagte Robin Bischoff vom Kunstverein Wagenhalle am Dienstag bei der Vorstellung des Konzeptes. Dies sieht seinen Worten zufolge eine innovative Entwicklung des Areals vor und ist eine Alternative zu den Plänen einer Interimsoper auf diesem Gelände.

Lob für den Stadtacker

Die ursprünglich nur für die Dauer der Sanierung der Wagenhalle errichteten Container für die Kreativen auf der Brachfläche vor der Halle reichten heute von simplen Container-Anordnungen über Sonderbauten bis zu experimenteller Architektur. Für die Jury des Deutschen Städtebaupreises 2018 ist das vielfältig genutzte Areal zum „Impulsgeber und programmatischen Baustein“ für das zukünftige Rosensteinquartier geworden. Sie lobte die Entstehung von temporären Ateliers, Konzerträumen oder sozialen Einrichtungen, Kooperationen mit Fachfirmen oder Angebote für Kinder und Jugendliche aus der Nachbarschaft.

Neben dem Erhalt der Freiflächen vor der Wagenhalle möchte die Künstlergemeinschaft die entstandene nachhaltige Gärtnerei erhalten. „Der Stadtacker ist das größte Urban-Gardening-Projekt der Landeshauptstadt und das einzige, welches mit Mutterboden arbeitet“, betonte Lonni Görlach, Vorstand des Vereins Stadtacker. „Stadtentwicklung darf nicht mehr auf Kosten von Biotopen und Naturräumen geschehen“, so Görlach weiter und verwies auf ein wissenschaftliches Projekt mit der TU München und den Aktiven des Stadtackers.

Container City erhalten

In die lebhafte Diskussion um das zukünftige Rosensteinviertel wollen die Akteure der Wagenhalle ihre jahrelangen Erfahrungen mit Stadtentwicklung auf informeller Ebene einbringen und ihr Areal als Sondernutzungsfläche für Kultur erhalten. Umso erfreuter waren sie, dass der Sieger des Internationalen Städtebau-Wettbewerbs die Container City erhalten und ein Kreativquartier etablieren will. Den Architekten gefiel, wie hier gewohnt, gearbeitet, produziert und getüftelt wird, wie flexibel und leicht die Bebauung ist und damit die Grenze zwischen öffentlich und privat neu definiert wird.

Nicht allein dem wirtschaftlichen Druck nachgeben

Ein nächster Schritt bei der Transformation zum urbanen Quartier ist für Bischoff die Internationale Bauausstellung IBA im Jahr 2027 auf diesem Gelände: „Die IBA ist ein geeignetes Instrument und eine große Chance für eine innovative Gestaltung und gesamtgesellschaftliche Nutzbarmachung des Areals.“

Görlach und Bischoff plädierten nachdrücklich dafür, nicht allein dem wirtschaftlichen Druck nachzugeben, sondern vielmehr das Gebiet für experimentelles Bauen offen zu halten und der Frage nachzugehen, wie ein lebendiges, gemischtes Quartier entsteht. Als nächsten Schritt sehen sie die Gründung eines gemeinnützigen Entwicklungsträgers sowie die Zusammenarbeit mit Partnern aus allen relevanten Bereichen der Gesellschaft.