Aktion:is:muss Festival auf dem Stadtacker

Im Rahmen des Aktion:is:muss Festival von Zirkus Mutter Erde und dem kesselkonstruktiv Bündnis sind am Wochenende vom 16.-18.07.2021 mehrere Aktionen auf dem Stadtacker geplant:

Am Freitag Abend könnt ihr euch entspannt bei einem Konzert mit Liedern aus aller Welt auf das Festival-Wochenende einstimmen und den Klängen von Cello, Gitarre, Schlagzeug und Gesang von „Jolie Folie“ lauschen.

Am Sonntag erwartet Groß und Klein ein vielfältiges, buntes Programm. Kinder können bei uns mit Lehm matschen und modellieren. Daneben gibt es Waffeln und erfrischende Getränke mit Kräutern vom Acker. Gegen Abend besteht die Möglichkeit zu einer gemeinsamen Yogastunde. Bitte dafür selbst eine Matte mitbringen.
Im Anschluss dürft ihr euch nochmals auf ein Konzert von „Jolie Folie“ freuen.


Freitag ca. 18:30 Uhr: Konzert
Sonntag ab 14 Uhr: Kinderprogramm und kulinarischer Verpflegung, 17 Uhr: Yoga, ca. 18 Uhr: Konzert

Trauerfall auf dem Stadtacker

Mit schwerem Herzen verkünden wir den Verlust einer der beeindruckendsten Akteurinnen auf dem Wagenhallenareal.

Viele Jahre hat uns die Trauerweide begleitet, uns Schatten gespendet, ihre langen Äste schützend über uns ausgebreitet, während wir Konzerten gelauscht oder Theateraufführungen genossen haben. Auch Hochzeiten und Geburtstage wurden unter dem Blätterdach gefeiert und für viele Vogelarten wie Amseln, Rotkehlchen oder Zaunkönige diente das Unterholz als Kinderstube und Lebensraum.

So hat uns die Weide den Wert von Bäumen spürbar gemacht, indem sie direkt auf unsere Herzen gewirkt hat, sobald das Tor durch das Blätterdach durchschritten wurde.

Nun hat die Weide am 6.7.2021 durch Altersschwäche, dem Druck der Trockenheit in den letzten Jahren und dem stürmischen Wetter in letzter Zeit, nachgegeben und hat sich, während Windstille und Sonnenschein herrschte, zur Ruhe gelegt.

Bei dem Stutz kam zum Glück niemand zu schaden. 

Das Kinderäckerle

Direkt zwischen Sandkasten und Badewanne befindet sich seit neustem das Kinderäckerle. Hier können sich die Kleinen im Gärtnern üben und selbstständig oder mit Hilfe der Eltern
aussähen, gießen und entdecken. Samen und Jungpflanzen gibt es bei uns. Viel Spaß beim Buddeln!

Auf den Spuren von Gertrud Franck

Seit diesem Jahr bewirtschaften wir unsere Gemeinschaftsflächen nach dem Vorbild von Gertrud Franck.

Ziel ist es mit einem übersichtlichen System nicht nur die StadtgärtnerInnen zum mitmachen anzuregen, sondern mit Hilfe von Mischkultur und Bodenpflege gutes Pflanzenwachstum zu erreichen.

Mischkultur findet dabei nicht nur von Reihe zu Reihe statt, sondern auch innerhalb der Reihen. So schützt der Salat die Radieschen vor den Erdflöhen und der Dill hilft den Möhren beim Keimen.

Die für Gertrud Franck typischen Spinatreihen werden im Frühsommer zu Mulch, der immer wieder mit verschiedenen Kompostmaterialien erneuert wird. So wird der Boden regelmäßig „gefüttert“
und lebendig gehalten.

Zusätzlich wird er vor dem Austrocknen geschützt und die Mulchreihen dienen den GärtnerInnen als weiche Wege. So wurde durch Gertrud Franck ein System geschaffen, dass die natürlichen Lebensprozesse im Boden und die Artenvielfalt mit einem anschaulichen Reihensystem verbindet.

Zu den Aufgaben der GärtnerInnen zählen also das Organisieren, Ausbringen und das Feuchthalten der Mulchmaterialien. Die Pflanzen danken anschließend die gute Pflege mit leckeren Früchten.

Tag der offenen Gärten 2021

Am kommenden Samstag den 12.06.2021 ab 14:00 wird es im Rahmen des „Tag der offenen Gärten 2021“ auch am Stadtacker Menschen geben die euch gerne unseren Garten zeigen. Es wird Waffeln geben, Butter und Tee mit Ackerkräutern, Kaffee, Pesto und vieles mehr. Außerdem könnt ihr wenn ihr möchtet Jungpflanzen bei uns bekommen. Alles auf Spendenbasis. – Wir freuen uns schon sehr auf euch und darauf mit einen wunderschönen Frühlingstag auf dem Acker genießen zu können ☀️ (alles selbstverständlich unter Einhaltung der aktuellen Coronaregeln)

Neues Konzept für Wagenhallen – Experimenteller Raum inmitten der Stadt

Das Wagenhallenareal im Norden soll Kreativquartier werden. Ein entsprechendes Konzept haben der Kunstverein und der Verein Stadtacker der Stadt vorgelegt.

Kunstverein Mitglieder Lonni Görlach, Clair Bötschi, Robin Bischoff und Sylvia Winkler (von li.) Foto: Lichtgut / Ferdinando Iannone©

Stuttgart – Das Wagenhallenareal und seine Freiflächen sollen ein nachhaltiges Kreativquartier für Kulturschaffende im neuen Rosensteinviertel werden. Ein entsprechendes Konzept haben der Kunstverein und der Verein Stadtacker jetzt dem Städtebau-Referat der Stadt vorgelegt. Nach Überzeugung der Initiatoren kann hier ein Stadtteil entstehen, in dem künftig erprobt wird, wie die Stadt von morgen aussehen soll und wie sich das Leben darin gestaltet. In der Broschüre „Transformation C1/C2“ plädieren die Initiatoren mit konkreten Beispielen dafür, bereits etablierte Strukturen weiterzuentwickeln. „Wir brauchen dringend mutige Räume, in denen wir neue Formen von Arbeiten, Wohnen und Kultur ausprobieren können“, sagte Robin Bischoff vom Kunstverein Wagenhalle am Dienstag bei der Vorstellung des Konzeptes. Dies sieht seinen Worten zufolge eine innovative Entwicklung des Areals vor und ist eine Alternative zu den Plänen einer Interimsoper auf diesem Gelände.

Lob für den Stadtacker

Die ursprünglich nur für die Dauer der Sanierung der Wagenhalle errichteten Container für die Kreativen auf der Brachfläche vor der Halle reichten heute von simplen Container-Anordnungen über Sonderbauten bis zu experimenteller Architektur. Für die Jury des Deutschen Städtebaupreises 2018 ist das vielfältig genutzte Areal zum „Impulsgeber und programmatischen Baustein“ für das zukünftige Rosensteinquartier geworden. Sie lobte die Entstehung von temporären Ateliers, Konzerträumen oder sozialen Einrichtungen, Kooperationen mit Fachfirmen oder Angebote für Kinder und Jugendliche aus der Nachbarschaft.

Neben dem Erhalt der Freiflächen vor der Wagenhalle möchte die Künstlergemeinschaft die entstandene nachhaltige Gärtnerei erhalten. „Der Stadtacker ist das größte Urban-Gardening-Projekt der Landeshauptstadt und das einzige, welches mit Mutterboden arbeitet“, betonte Lonni Görlach, Vorstand des Vereins Stadtacker. „Stadtentwicklung darf nicht mehr auf Kosten von Biotopen und Naturräumen geschehen“, so Görlach weiter und verwies auf ein wissenschaftliches Projekt mit der TU München und den Aktiven des Stadtackers.

Container City erhalten

In die lebhafte Diskussion um das zukünftige Rosensteinviertel wollen die Akteure der Wagenhalle ihre jahrelangen Erfahrungen mit Stadtentwicklung auf informeller Ebene einbringen und ihr Areal als Sondernutzungsfläche für Kultur erhalten. Umso erfreuter waren sie, dass der Sieger des Internationalen Städtebau-Wettbewerbs die Container City erhalten und ein Kreativquartier etablieren will. Den Architekten gefiel, wie hier gewohnt, gearbeitet, produziert und getüftelt wird, wie flexibel und leicht die Bebauung ist und damit die Grenze zwischen öffentlich und privat neu definiert wird.

Nicht allein dem wirtschaftlichen Druck nachgeben

Ein nächster Schritt bei der Transformation zum urbanen Quartier ist für Bischoff die Internationale Bauausstellung IBA im Jahr 2027 auf diesem Gelände: „Die IBA ist ein geeignetes Instrument und eine große Chance für eine innovative Gestaltung und gesamtgesellschaftliche Nutzbarmachung des Areals.“

Görlach und Bischoff plädierten nachdrücklich dafür, nicht allein dem wirtschaftlichen Druck nachzugeben, sondern vielmehr das Gebiet für experimentelles Bauen offen zu halten und der Frage nachzugehen, wie ein lebendiges, gemischtes Quartier entsteht. Als nächsten Schritt sehen sie die Gründung eines gemeinnützigen Entwicklungsträgers sowie die Zusammenarbeit mit Partnern aus allen relevanten Bereichen der Gesellschaft.

Presse – Kulturszene im Aufwind

Robin Bischoff vom Kunstverein Wagenhalle sieht gute Chancen für Kunstschaffende im Stuttgarter Norden. Als sachverständiger Berater saß er in der Jury des internationalen städtebaulichen Wettbewerbs fürs Rosenstein-Areal.

Als Sachverständiger saß Robin Bischoff in der Jury des internationalen Wettbewerbs fürs Rosenstein-Areal.
Foto: Eva Funke

Stuttgart – Robin Bischoff hat den Plan vom Rosenstein-Areal, der beim Architektenwettbewerb den ersten Preis geholt hat, in seinem Büro in der Container-City ausgebreitet: „Da, an der Wolframstraße, soll das Konzerthaus hin und an den Rand des Rosensteinparks der Neubau fürs Lindenmuseum. Der Lokschuppen ist für kulturelle Nutzung vorgesehen“, sagt der Geschäftsführer des Kunstvereins Wagenhalle und zeigt auf den Plan. Bischoff saß als sachverständiger Berater in der Jury. Was ihn an dem Entwurf freut: Die Container-City, in der die Künstler noch ihre Ateliers haben, ist in dem Entwurf als Experimentierfeld, als „Maker-City“, geplant. „Das wird ein interessantes Projekt für die Künstler und die Öffentlichkeit“, ist er überzeugt.

Die Container-City war von Anfang an als etwas Vorübergehendes gedacht. „Die Container kommen nach und nach weg. Dann kann dort ein Labor entstehen, von dem fürs gesamte Viertel und für die Internationale Bauausstellung Impulse für den Städtebau ausgehen. So etwas gibt es in keiner Stadt“, stellt Bischoff fest.

Mit der Weißenhofsiedlung, der Staatlichen Akademie der bildenden Künste und dem Theaterhaus in Feuerbach an der Grenze zu Stuttgart-Nord (/thema/Stuttgart-Nord), für dessen Erweiterungsbau noch dieses Jahr der Wettbewerb ausgeschrieben wird, dem Theater NORD und seinen kleineren Kultureinrichtungen rückt laut Bischoff der Norden immer mehr ins Blickfeld. „Die Wagenhalle und das Gelände drum herum sind das Gelenk, das die Kulturszene auch über Grenzen des Stadtbezirks Nord verbindet.“ Das Nordbahnhofviertel und der

Killesberg seien immer auseinander gefallen. Doch mittlerweile gibt es gute Verbindungen. Bischoff: „Viele Künstler in der Container-City haben an der Akademie studiert, und es gibt immer wieder gemeinsame Projekte.“ Auch die im Rosenstein-Areal geplante Kulturszene könne mit der im Osten zusammenwachsen. Die Verbindung zum Bezirk Mitte sei bereits durch die Stadtbibliothek geschaffen.

Von Eva Funke – 19. Mai 2019 – 08:00 Uhr, Stuttgarter Zeitung
https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.kunst-und-kultur-in-stuttgart-nord-kulturszene-im-aufwind.01ecd7d3-632f-4dc4-825b-6659ed4f8038.html?reduced=true

Unterschriftenaktion – Das Volksbegehren Artenschutz – „Rettet die Bienen“ Baden-Württemberg braucht Unterstützung!

Hallo Liebe Freunde und Freundinnen, Mitgärtnerinnen und Mitgärtner des Stadtackers

Das Volksbegehren Artenschutz – „Rettet die Bienen“ Baden-Württemberg braucht unsere und Eure Unterstützung (10 000 Unterschriften)

In Bayern wurde das Volksbegehren Artenschutz eins zu eins als Gesetzestext übernommen. Unsere Freunde vom freien Institut für ökologische Bienenhaltung, proBiene, haben am 19. Mai ihrerseits ein Volksbegehren für die Umsetzung im baden-württembergischen Landtag gestartet.
Das Motto lautet, wie in Bayern, „Rettet die Bienen“ und hat den Arten-, bzw. Bienenschutz zum Ziel.

Wir als Stadtacker Wagenhallen unterstützen das Volksbegehren Artenschutz – „Rettet die Bienen“ und rufen alle unsere Freunde und Freundinnen zur Unterstützung auf.

Damit es zum Volksbegehren kommt, muss dieses erfolgreich beantragt werden. Dafür werden 10000 (zehntausend) Unterschriften von Baden-WürttembergerInnen benötigt und das möglichst bald.

Hier der Link zum Formblatt zur Unterstützung des Antrages:

https://volksbegehren-artenschutz.de/wp-content/uploads/2019/05/Formblatt-Unterschrift_190522.pdf  (Es müssen beide(!) Seiten des Formblatts ausgedruckt, ausgefüllt und an die Initiatoren geschickt werden)

Die Forderungen des Volksbegehrens sind:
– 50 Prozent Bio-Landwirtschaft auf baden-württembergischen Agrarflächen
– Verbot von Pestiziden in Naturschutzgebieten
– Halbierung der mit Pestiziden belasteten Flächen in Baden-Württemberg
– Schutz der Streuobstwiesen

Hier der Link zur Homepage des Volksbegehrens:
https://volksbegehren-artenschutz.de/

Wunderschöne Tage und auf ein mindestens so erfolgreiches Volksbegehren wie in Bayern,
Euer Stadtacker Wagenhallen

Wir wollen Weide!

Kennt ihr unsere Weide?
Wir würden sie gerne als Naturdenkmal anerkennen lassen. Allerdings ist die zuständige Behörde eher semi motiviert.

Mit Hilfe des Bürgerhaushaltes könnt ihr uns dabei helfen diesen wunderschönen Baum zu schützen. Der Countdown läuft noch bis zum 1.4.2019. Bitte helft uns diesen wunderbaren Baum für weitere Generationen zu sichern. Wer sie nicht kennt, kann gern selbst vorbei schauen. Am besten sonntags ab 15h, dann gibt es vielleicht auch eine kleine Führung