04 Dez

OPEN OPEN am Samstag, den 8.12 ab 12 Uhr

Wir laden euch herzlich ein zum Open Open! einem Tag der offenen Ateliers im Kulturschutzgebiet der Container City des Kunstverein Wagenhalle. Aus aktuellem Anlass zur Diskussion um die Interimsoper (http://kunstverein-wagenhalle.de/flexible/) und der Belobigung mit dem deutschen Städtebaupreis (http://kunstverein-wagenhalle.de/news/deutscher-staedtebaupreis-2018/) wollen wir Euch unsere Container City nochmal vorstellen.

Am Samstag, den 8.12 ab 12 Uhr gehts los.

Hier unser Programm:

CONTAINER CITY
12 Uhr »Probesitzen«, Einwinterungsmatinee an der Brache, Bureau Baubotanik mit Ferl + Hertel und Florian Feisel
13 Uhr Powerpizza am Pizzaofen, Kooperation: rosensteinalm und Performance Electrics
14 Uhr Führung durch die Wagenhallenbaustelle, Michel Casertano, Atelier Brückner, Treffpunkt Halle
15 Uhr Führung durch die Container City des Kunstverein Wagenhalle e.V., Sylvia Winkler, Treffpunkt Infopoint
16 Uhr Vorstellung IBA School 2018, The Baukunst Dynamites, Sarah Behrens & Ina Westheiden, im Pylonia Turm
17 Uhr Katalogpräsentation rosensteinalm und Gesang von Eva Pisana
18 Uhr Auszüge aus dem neuen Stück »Dunkle Materie – Notizen zur Blindheit«, O-Team mit Rivkah Tenuiflora, im Pylonia Turm
19.30 Uhr Musikperformance in der Neuen Schachtel

ab 12 Uhr Offene Bar in der Neuen Schachtel, Moritz Finkbeiner; Anne Westermeyer und Vera Lempertz »Classic Car«
ab ca. 13Uhr Aktion am Container: Die Flöthers »Life in the streets ain’t easy« nähe Kunstvereinscontainer
ab ca. 15 Uhr Wir kochen Gemeinschaft, Commons Kitchen, Holzwerkstatt;
Secret Pleasures, studio umschichten
ab 16 Uhr Cirque & Performing Arts @ DUNDU.Space
ab ca. 20 Uhr Musikperformance am Dom, Thomas Putze

STADTACKER E.V.
14 – 17 Uhr Stockbrot, Glühwein und Punsch
15 – 16 Uhr Rosh L. Papenfoot, Konzert unter der Weide; Kinderüberraschung

MARKTPLATZ
Installation von Anne-Laure Franchette, »Archéologie du Chantier«, 2018

BRUNO
Infopoint mit Transformotor-Kunstvereinsausstellung und Studio Malta, Präsentation des »Städtebaupreis 2018« und der »Vision« des KVWH (für das Rosensteinquartier)

TAUT
Ausstellung mit Lisa Biedlingmaier, Peter Holl, Anna Ingerfurth und Etage

IM SCHWARZEN CONTAINER 1. STOCK
Wieseninvasion: Ausstellung mit Ruth Baumann, Renate Liebel, Pia Maria Martin, Stephan Köperl, Karin Sauerbier, Ragani Haas und Andreas Zeger

OFFENE ATELIERS
Stefan Rohrer, Kestutis Svirnelis, Domile Ragauskaite, DUNDU, Tilmann Eberwein, Wolfart Hähnel, Performance Electrics, Gabriela Oberkofler, studio umschichten, Oliver Köhler, Fahrräder für Afrika e.V., Ensemble Material Theater Stuttgart und andere

Container City des Kunstverein Wagenhalle
Innerer Nordbahnhof 1
70191 Stuttgart, U-Bahn Eckartshaldenweg
Deutschland

https://www.facebook.com/events/607396453042761/
www.kunstverein-wagenhalle.de

09 Nov

Oper gegen Wagenhallen – Ein überflüssiger Streit

Gerne möchten wir mit euch den folgenden Artikel aus der Stuttgarter Zeitung teilen: 

 

Oper gegen Wagenhallen 

Ein überflüssiger Streit

Von Frank Rothfuß 

Was macht eine Stadt eigen, interessant, und lebenswert? Der fünfte H + M oder der zweite Primark? Eher nicht. Mit dieser Frage beschäftigt man sich derzeit im Kunstgebäude. Und wundert sich darüber, dass Stuttgart es schafft, zwei Hauptdarsteller des Kulturlebens aufeinanderzuhetzen.

Marco Trotta und Contain’t suchen eine neue Heimat. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Marco Trotta und Contain’t suchen eine neue Heimat.Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Stuttgart – Man kann schon mal was vergessen. Wo man etwa die Brille liegen gelassen hat oder das Handy und der Autoschlüssel nun schon wieder rumfahren. Aber kann man einfach einen Verein mit 400 Leuten vergessen? Doch, das geht. Die Stadt Stuttgart schafft das. Aber holen wir kurz aus. Die Oper muss saniert werden, seit langem sucht man ein Ausweichquartier. Der Akademiegarten war im Gespräch, da war der Umweltschutz vor. Das Katzenstift sollte weichen, da siegte der gesunde Menschenverstand. Das Paketpostamt war schon erwählt, der Umbau erwies sich aber als zu teuer. Nun kamen OB Fritz Kuhn und sein Suchtrupp auf die Idee, die Container des Kunstvereins vor den Wagenhallen durch die Oper zu ersetzen. Blöd nur, dass weder der Kunstverein noch die Gärtner von Stadtacker noch die Leute von Contain’t davon wussten. Die haben dort nämlich ihre Ateliers und Beete. Nun will man sich zum Gespräch treffen, „uns hat man aber vergessen einzuladen“, sagt Marco Trotta, Vorstand des Künstlervereins Contain’t. Das lässt sich beheben, man wird miteinander reden, aber es hinterlässt ein schales Gefühl. Weil es von wenig Wertschätzung und Verständnis zeugt. Und man hat so einen Konflikt geschaffen, der völlig unnötig ist. Plötzlich kämpfen Künstler gegen Künstler um Raum, dabei muss doch in einer Stadt, die was auf sich hält, Platz sein für beides: Oper und Containerstadt.

 

Was ist überhaupt Subkultur?

Subkultur ist ein furchtbares Wort. Sperrig und schwammig. Jeder versteht etwas anderes darunter. Für den einen ist es der Lieblingsclub, für den anderen die besagte Kunst oder die Wand mit Graffiti, das Nutzen alter Gemäuer oder eben auch das Gärtnern in der Stadt, neudeutsch Urban Gardening. All dem gemein ist, dass die Menschen sich den öffentlichen Raum wieder aneignen. Jahrzehntelang hat man die Stadt den Architekten, Stadtplanern und Politikern überlassen. Mit der Folge, dass der meiste Platz von Geschäftemachern für Büros und Einkaufszentren besetzt wurde. Was übrig blieb, schusterte man den Autos zu, auf dass sie fahren und parken können. Das ändert sich, die Menschen wollen mehr sein als nur Staffage, sie schaffen sich Räume an allen Autoritäten vorbei. Die Akteure der Subkultur marschieren dabei vorneweg. Sie entdecken Unorte, verwandeln sie in Clubs, Kneipen, Galerien und Gärten. Orte, an denen man gerne ist. Die Menschen machen einfach, sie probieren, sie testen. Und Beamte und Politiker hinken hinterher. Manchmal reagieren sie mit Phantomschmerzen ob der fehlenden Kontrolle – und sind dann doch begeistert. Und geben 30 Millionen Euro fürs Sanieren der Wagenhallen. Warum eigentlich? Da muss man Richard Florida fragen. Seit der Ökonom seine These von der „kreativen Klasse“ aufgestellt hat, welche die Städte gewinnen müssten, um eine Zukunft zu haben, ist Kultur jeglicher Art ein Standortfaktor. Nicht nur das. Die Hausbesetzer machen Kreuzberg sexy, die Autonomen der Roten Flora in Hamburg ziehen Touristen an, die Wagenhallen werten den Nordbahnhof auf. Der Stadtplaner David Harvey sagt, dass der Kapitalismus besonders jene Orte schätze und vereinnahme, die ihn kritisieren. Weil sie ihm etwas verleihen, was er nicht hat. Sie lassen ihn authentisch erscheinen. So hat die Stadt die Wagenhallen als „Zeitgenössisches in alten Mauern“, vermarktet, es gab eine Führung samt Sekt. Die Wagenhallen werden auch das Rosensteinviertel begehrter und damit teurer machen. Und wer den Österreichischen Platz aufwertet, wird dort Ähnliches bemerken. Gentrifizierung beginnt nicht erst mit dem Schickimicki­café, sondern mit der Punkkneipe.

 

Preisgekrönt und ausrangiert?

Damit setzt sich derzeit die Ausstellung Soft­powerpalace im Kunstgebäude am Schlossplatz auseinander. Es stellen sich Menschen aus Sofia, Lyon, Mailand, Barcelona mit ihren Ideen und Konzepten vor. Angela Palacios und Quim Packard von Fireplace erleben in Barcelona, wie die Touristen die Strukturen ihrer Heimatstadt zerlegen, aus Mietwohnungen Ferienwohnungen, aus Tante-Emma-Läden Shops mit Tourikram werden, aus einem Zuhause eine Kulisse wird. Raum ist dort ähnlich knapp wie hier. Davon wissen die Stuttgarter Vertreter zu berichten. Eben Marco Trotta und Weiny Fitui vom Künstlerkollektiv Jacob 17, auch entstanden einstmals in den alten, ausgemusterten Waggons am Nordbahnhof. Weil die Bahn nicht wusste, was sie damit während der Wartezeit auf Stuttgart 21 machen sollte, ließ man Künstler einziehen und gewähren. Das ist nun auch schon fast 20 Jahre her. „Die erste Generation aus den Waggons zog in die Wagenhallen und gründete den Kunstverein“, sagt Trotta, „die zweite Generation gründeten Contain’t und Jacob 17, die dritte Generation könnte in die Container einziehen.“ Wenn denn die jetzigen Nutzer zurück in die Wagenhallen ziehen. Doch war nicht ausgemacht, die Container dann abzuräumen? Und muss man sich nicht an Vereinbarungen halten? „Dort ist mehr entstanden als nur ein Ausweichquartier“, sagt Pablo Wendel vom Kunstverein. Nämlich preisgekröntes Bauen. Ausgezeichnet mit dem deutschen Städtebaupreis. Und womöglich bestens geeignet für die Internationale Bauaustellung 2027. „Wir wirken in die Nachbarschaft hinein mit unseren Projekten“, sagt Wendel, die Jugendlichen von nebenan schauen oft vorbei. „Unsere Arbeit prägt eine Stadt“, sagt Trotta. Weil sie originell ist, eigen, sich dem Ort anpasst. Contain’t war einst in Bad Cannstatt, musste Wohnungen weichen, ist nun Untermieter beim Kunstverein in den Containern. Trotta würde gerne bleiben, kann sich aber auch vorstellen, weiterzuziehen. Es sei ja der Zweck des Vereins, immer wieder anderswo tätig zu werden. Man habe etliche Orte für Oper geprüft, „vielleicht ist da ja was für uns dabei“. Das Paketpostamt kommt ihm in den Sinn, da gab es schon zig Anfragen, das Regierungspräsidium ließ sich bisher nicht erweichen. Dort vorbei führt auch ein altes Gleis. Viel Raum gleich neben dem Park, „das wäre ideal“. Ausnahmsweise wären die Künstler froh, dürften sie dorthin gelangen – aufs Abstellgleis.

Zum Artikel in der StZ

06 Nov

Hoher Besuch auf dem Stadtacker und Stadtacker zu Gast im Rathaus

Am letzten Samstag, 27.10.2018 kamen Staatssekretärin Petra Olschowski im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, Brigitte Lösch MdL Bündnis 90/Die Grünen und Thekla Walker MdL Bündnis 90/Die Grünen im Kulturschutzgebiet vorbei, um die Container City des Kunstverein Wagenhalle e.V. und den Stadtacker Wagenhallen e.V. zu besichtigen. Wir konnten bei Performance Electrics sehen, wie mit Kunst Performances durch Solarenergie unser Containerdorf versorgt werden kann, wie die Fahrräder nach Afrika kommen, wie auf der Rosensteinalm das Landleben in die Stadt geholt, wie Stefan Rohrer dynamische Objekte aus Metall zaubert und wie der Stadtacker auch im heran nahenden Winter trotzdem, zumindest ideologisch, blüht!

Auch waren wir zu Gast im Rathaus am 29.10.2018 bei Herrn Bürgermeister Pätzold und Frau Ebling, Persönliche Referentin von OB Fritz Kuhn, mit einer kleinen Gruppe, um auch dort unseren Stadtacker vorzustellen.

Am 02.11.2018 überzeugte sich Herr Andreas G. Winter, Stadtrat und einer der beiden Fraktionsvorsitzenden der Gemeinderatsfraktion der Grünen in Stuttgart, von unserem bunten Gemeinschaftsgarten im Nordbahnhofviertel.

Wir fühlen die Wertschätzung und wünschen uns, dass der Grundstein gelegt ist, gemeinsam mit Politik und dem Kunstverein Wagenhalle e.V. das pulsierende Kulturschutzgebiet, auch bei schwierigen Entscheidungen, für unsere Stadt als positives Beispiel der Kultur des Miteinanders gestalten zu können.

Foto: Petra Olschowski

24 Okt

STELLUNGNAHME DES STADTACKERS ZUR INTERIMSOPER AN DEN WAGENHALLEN – OFFENER BRIEF –

24. Oktober 2018
STELLUNGNAHME DES STADTACKERS ZUR INTERIMSOPER AN DEN WAGENHALLEN

– OFFENER BRIEF –

 

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kulturfreunde,

der Stuttgarter Zeitung vom 16.10.2018 haben wir entnommen, dass OB Fritz Kuhn den Bau der Interimsoper auf dem Gelände gegenüber des Kunstvereins Wagenhalle im Stuttgarter Norden favorisiert mit der Begründung hier ein „neues Kulturquartier kreieren” zu wollen. Was die städtische Task Force unter Leitung von OB Fritz Kuhn bei der Suche nach möglichen Standorten abhandengekommen zu sein scheint, ist, dass sich auf dem anvisierten Gelände bereits eine florierende, mehrfach preisgekrönte Subkultur über sechs Jahre entfaltet hat, die sie nun mit einem kurz-greifenden Ansatz unwiederbringlich zerstören würde.

Bei der benannten Subkultur im „Kulturschutzgebiet” handelt es sich einerseits um die Container-City, die noch im September mit dem renommierten Deutschen Städtebaupreis, aufgrund ihrer Eigenschaft, eine „Schnittstelle zwischen Ateliergemeinschaft und Stadtgesellschaft zu bilden”, ausgezeichnet worden ist und andererseits um den Stadtacker Wagenhallen e.V., der im vergangenen Jahr noch persönlich von OB Fritz Kuhn mit einem Preis des Stadtverschönerungsvereins gewürdigt wurde.

Der Stadtacker ist ein soziales, interkulturelles Gemeinschaftsgartenprojekt zur gärtnerischen Nutzung einer 2000m² großen einst ungenutzten Fläche im städtischen Raum. Er stellt dabei eine Begegnungsfläche für einen Querschnitt der Stuttgarter Stadtbevölkerung dar. Angefangen von Akademikern und Geflüchteten über junge Familien bis hin zu Rentnern, treffen sich hier verschiedene Bevölkerungsgruppen aus den unterschiedlichsten sozialen Hintergründen auf Augenhöhe. Für über 100 Stadtackernde ist er Experimentierfläche, der gemeinsam gestaltet, genutzt und erhalten wird. Dabei bleibt das Gelände ein frei zugänglicher öffentlicher Raum. Der Umgang mit der Natur und die nachhaltige Erzeugung von Nahrungsmitteln stehen im Vordergrund. Gleichzeitig wird dort täglich eine Kultur des Miteinanders, des Verständnis füreinander und der Toleranz gepflegt. Aus diesen Gründen wurde der Stadtacker im April 2018 von den Vereinten Nationen, als vorbildliches Projekt ausgezeichnet, welches die Themen „Biodiversität“ und „sozialer/gesellschaftlicher Zusammenhalt“ verbindet. 

Darüber hinaus ist das Soziotop Stadtacker eingebettet in ein gewachsenes Netzwerk von unterschiedlichen dort ansässigen Initiativen wie etwa dem Kunstverein Wagenhalle, Fahrräder für Afrika, der Demeter-Imkerei Summtgart oder Foodsharing und verzweigten Kooperationen zu öffentlichen Einrichtungen (z.B. Kita Rosenstein), womit sich das Gemeinschaftsprojekt tief in das multikulturelle Nordbahnhofviertel verwurzelt.

Der Gemeinschaft des Stadtackers ist es unerklärlich, dass die Stadt Stuttgart in einem intransparenten Entscheidungsprozess unbedarft eine nachhaltige, sozio-kulturelle und ökologische Subkultur einer Interimsnutzung opfert. Auch die erwähnte „gegenseitige kulturelle Befruchtung” ist in diesem Vorschlag nicht realisierbar, denn die gewachsene Subkultur vor den Wagenhallen müsste gleichzeitig weichen. Ärgerlich stimmt uns zudem, dass hier Subkultur gegen Hochkultur gegeneinander ausgespielt wird, anstatt beiden den notwendigen Raum zu geben und sie für das zu preisen, was sie sind.

Wir als Stadtacker sehen uns weiterhin als festen Bestandteil einer nachhaltigen, ökologischen und sozio-kulturellen Subkultur im Rosensteinquartier, z.B. im Rahmen der „Agenda Rosenstein“, und fordern deshalb entschieden einen sofortigen Stopp der Planung der Interimsoper auf dem Wagenhallengelände.

Ihr Stadtacker

>> offener Brief als PDF ansehen

30 Mrz

„Stadtacker Wagenhallen e.V.“ erhält Auszeichnung als Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt


„Stadtacker Wagenhallen e.V.“ erhält Auszeichnung als Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt

Der Gemeinschaftsgarten des Stadtacker Wagenhallen e.V. wird als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet. Die Auszeichnung wir an vorbildliche Projekte verliehen, die mit Ihren Aktivitäten auf die Chancen aufmerksam machen, die die Natur und die biologische Vielfalt für den sozialen Zusammenhalt bieten.

Wir laden euch herzlich ein!

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

mit dieser Auszeichnung wird das Engagement des Gemeinschaftsgartens des Stadtacker Wagenhallen e.V. gewürdigt. Der Stadtacker vereint 60 GärtnerInnen auf 2000 qm auf dem Gelände des Kunstvereins Wagenhalle e.V. – frei zugänglich mit einem Mosaik an Klein-Parzellen, die von Einzeln oder von mehreren GärtnerInnen bewirtschaftet werden und Gemeinschaftsbeeten, von allen für alle.

Volker Schirner, Leiter des Garten-, Friedhofs- und Forstamts wird die Auszeichnung stellvertretend für Oberbürgermeister Fritz Kuhn überreichen.

Wir laden Sie ein zur Auszeichnung des Projektes „Gemeinschaftsgarten“ des Stadtacker Wagenhallen e.V.

am Samstag, 7.4.2018 um 11 Uhr 
Innerer Nordbahnhof 1, 70191 Stuttgart

An diesem Tag wird dem Projekt „Gemeinschaftsgarten“ des Stadtacker Wagenhallen e.V. der Titel „Ausgezeichnetes Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt“ durch Volker Schirner, Leiter des Garten-, Friedhofs- und Forstamts, stellvertretend für Oberbürgermeister Fritz Kuhn, verliehen.

11:00 Uhr – Begrüßung
12:30 Uhr – Mittagessen
11:15 Uhr – Preisverleihung
13:00 Uhr – Gemeinsame Pflanzaktion
12:00 Uhr – Führung über den Stadtacker
15:00 Uhr – Ausklang

Wir freuen uns auf euer Kommen!
Euer Stadtacker Team 
Stadtacker Wagenhallen e.V. Stuttgart

22 Mrz

Wettbewerb um „Neckarknie“ entschieden

Wir sind stolz und gratulieren Johannes Jörg ganz Herzlich zum Sieg! 
 
https://www.stuttgart.de/item/show/273273/1/9/648311
 
19.03.2018 Stadtplanung
 

Der städtebauliche Ideenwettbewerb um das „Neckarknie“ im Stadtbezirk Bad Cannstatt hat einen Sieger: der Entwurf des Büros Grünewelle Landschaftsarchitektur Johannes Jörg aus Grünkraut in Arbeitsgemeinschaft mit silands/Gresz + Kaiser Landschaftsarchitekten PartG überzeugte das Preisgericht und wurde mit dem ersten Platz ausgezeichnet. Auf den Plätzen zwei und drei folgen die Arbeiten von Lohrberg Stadtlandschaftsarchitektur Dirk Meiser und Frank Lohrberg, Stuttgart sowie Koeber Landschaftsarchitektur Jochen Koeber, Stuttgart. Eine Anerkennung bekam Ramboll Studio Dreiseitl Landschaftsarchitektur Dieter Grau in Überlingen.

Siegerentwurf städtebaulicher Wettbewerb
 

Das Wettbewerbsgebiet umfasst insgesamt rund 9,6 Hektar und befindet sich beidseits des Neckars. Es ist Teil des Masterplans „Landschaftspark Neckar in Stuttgart – Stadt am Fluss“. Der Bürgermeister für Städtebau und Umwelt, Peter Pätzold, stellte die Ergebnisse des Ideenwettbewerbs am 19. März im Stuttgarter Rathaus vor. „Dies war keine einfache Aufgabe, denn die Teilnehmer mussten vielen Bedürfnissen im Wettbewerbsgebiet gerecht werden. Der Siegerentwurf hat dies sehr gut gelöst, ist robust und besitzt viel Potenzial. Jetzt können wir darangehen, die einzelnen Themenbereiche des Wettbewerbs zu prüfen und zu vertiefen. Damit kommen wir der ‚Stadt am Fluss‘ ein Stück näher“, sagte Pätzold.

Hohes Niveau unter den Bewerbern 

Die Jury, die unter dem Vorsitz von Professorin Cornelia Bott am 16. März tagte, hat insgesamt zehn termingerecht eingereichte Arbeiten aus dem nichtoffenen Wettbewerb bewertet. Aufgabe der Teilnehmer war es, einen freiraum- und verkehrsplanerischen Entwurf für die Uferbereiche des „Neckarknies“ mitsamt angrenzenden Flächen zu erarbeiten. „Die eingereichten Arbeiten haben alle ein hohes Niveau. Aber der Sieger hat seinen Entwurf am konsequentesten durchgeführt. Damit können wichtige Themen angeschoben werden“, betonte Bott. Am preisgekrönten Entwurf des Büros Grünewelle lobte die Jury unter anderem, die Arbeit überzeuge „insgesamt durch ihre konsequente Haltung“ und biete „in vielen Bereichen Lösungsansätze für die weitere Bearbeitung“.

Seilerwasen, Schiffsanlegestelle und Bunker neu konzipiert 

Besonderen Anklang fand auch „die großzügige Freiraumgestaltung des Seilerwasens mit der durchgängigen Zonierung mit den flachen offenen Wiesenbereichen“. Der Bunker werde durch den Glasaufsatz städtebaulich inszeniert. In der konsequenten Führung des Hauptradweges entlang der Bebauung auf Seite der Cannstatter Altstadt sieht die Jury zwar eine Entlastung der Fußgänger am Neckarufer, bedauert aber den Wegfall des Zwei-Richtungs-Radweges in der Neckartalstraße.

Die Anordnung der Schiffsanlegestellen an der Neckarvorstadt und die Umgestaltung des Rillingufers mit zwei Niveaus und neuen Sitztreppenanlagen sei ein sehr guter Ansatz und belebe den Bereich mit relativ wenig Raumbedarf. Die Führung des Straßenverkehrs sei insgesamt überzeugend, so die Jury weiter.

Sie empfahl unter anderem, die verkehrlichen Eingriffe in die Neckartalstraße und deren Auswirkungen zu untersuchen und zu berücksichtigen. Die Verknüpfung der beiden Neckarufer, Bad Cannstatt und Rosensteinpark, sei insbesondere für die Fußgänger zu verbessern. Eine zusätzliche Querung, auch unter Einbeziehung der alten Eisenbahnbrücke, sei eine mögliche Alternative und im Weiteren zu prüfen.

Wettbewerbsarbeiten werden ausgestellt 

Das Wettbewerbsgebiet „Neckarknie“ gliedert sich in die drei Teilbereiche „Seilerwasen“ mit Schönestraße, Eisenbahnbrücke und Mittelmole, „Badstraße“ mit Kreuzung Bad- und Schönestraße, Rosensteinbrücke und -bunker, Thaddäus-Troll-Platz und Wilhelmsbrücke sowie der „Rillingmauer“ mit der Neckartalstraße. Das Gebiet soll zukünftig – im Hinblick auf die Gesamtstadt und die zentrale Lage im Freiraumsystem der Stadt – identitätsstiftend und aufwertend wirken.

Für die Öffentlichkeit werden alle Wettbewerbsarbeiten vom 26. bis 29. März in der Zeit von 12 bis 18 Uhr in der Sporthalle der Jahn-Realschule, Überkinger Straße 48, in Bad Cannstatt ausgestellt.

Zudem können die Wettbewerbsarbeiten auch online eingesehen werden unter www.stuttgart.de/wettbewerbe.

11 Okt

Sommercamp 2017

Das war das Sommercamp 2017!

Das Sommercamp 2017 ist zu ende. Wir freuen über das tolle Networking und die vielen neuen Bekanntschaften. Natürlich möchten wir euch diesen wunderbaren Bericht von Anna Pilgrim über das Sommercamp 2017 nicht vorenthalten! 

„Ein großartiges Wochenende liegt hinter uns! Zweieinhalb Tage gefüllt mit spannenden Workshops, ins10pirierenden Begegnungen, solidarischem Gemüseschnippeln, anregenden Diskussionen und gemeinsamen Anpacken.

Vom 15.9. bis zum 17.9. fanden das Urban-Gardening-Sommercamp und die Netzwerktagung der Interkulturellen Gärten erstmals gemeinsam statt. Fast 70 TeilnehmerInnen aus über 25 Projekten waren dabei. Gastgeber war das Team vom Stadtacker Wagenhallen in Stuttgart. Die Veranstaltung bot auch dieses Mal wieder Raum für Urban-Gardening-Akteure, um sich zu vernetzen, auszutauschen und dabei eine ziemlich gute Zeit zu haben.

Realisiert wurde das in einem vielfältigen Programm. Nach dem ersten Kennenlernen zwischen Lagerfeuer, vegetarischen Würstchen und Banjo-Klängen am Freitagabend, begann am Samstag die erste Workshoprunde. Es wurde über Gemeinschaft in Gemeinschaftsgärten diskutiert, die Arbeitspraxis Interkultureller Gärten – mit dem Fokus auf Involvierung von Geflüchteten – reflektiert und vieles mehr. 

diskussionsrunde2Im Anschluss daran machten wir uns, Wind und Wetter trotzend, auf den Weg, um Gartenprojekte mit unterschiedlichen Konzepten in Stuttgart zu besichtigen. Regenschirm-Zweckgemeinschaften trugen dabei nochmal mehr zum gegenseitigen Austausch bei.  Zurück im Stadtacker – aufgewärmt und gestärkt von Spätzle und Kräutertee – war in einem „Workshop-Wrap-Up“ Raum für Präsentation der Ergebnisse, Feedback und weitere Ergänzungen. 

Den Abend ließen wir in gemütlicher und warmer(!) Atmosphäre mit dem Film „Eine andere Welt ist pflanzbar“ von Ella von der Haide ausklingen. 

Auch die Workshoprunde am Sonntag bot eine bunte Mischung aus Diskussionsrunden und praktischer Wissensvermittlung. Nach einer thematischen Einordnung der Interkulturellen und Gemeinschaftsgärten beschäftigte sich beispielsweise eine Gruppe mit dem Umgang von Gemeinschaftsgärten mit GärtnerInnen rechter Gesinnung, während nebenan auf dem Acker die Herstellung und das Ausbringen von Biokohle erprobt wurde. 

menschenzwischenhochbeetenAbgebaut wurde nach dem Mittagessen gemeinsam. Belohnt mit einer ordentlichen Portion Spätsommersonne wurden die letzten Reste des Buffets vertilgt und zu guter Letzt Saatgut, Kontaktdaten und herzliche Umarmungen ausgetauscht. An dieser Stelle nochmal ein großes Dankeschön an das engagierte Team des Stadtackers Wagenhallen, die WorkshopleiterInnen, die mit ihren Beiträgen das Programm bereichert haben und an alle TeilnehmerInnen, die aus allen Teilen Deutschlands nach Stuttgart gereist sind. 

Wir freuen uns auf nächstes Jahr – vielleicht ja bei euch im Garten? Weitere Impressionen des Wochenendes gibt’s auf unserer Facebook-Seite und hier haben wir ein paar Skripte online gestellt.“

Quelle und im Original nachzulesen unter https://anstiftung.de/urbane-gaerten/aktuell/100079-urban-gardening-sommercamp-und-netzwerktagung-interkultureller-g%C3%A4rten-2017