Madjid und Husna über die Erfahrung Pesto selber zu machen

Madjid und Husna über die Erfahrung Pesto selber zu machen:

Husna: „Im Sommer 2021 in den großen Ferien haben wir im Hort selbstgemachtes Pesto hergestellt. Die Kräuter kamen vom Stadtacker. Da wo unsere Schilder auch hängen. Birgitt hat sie uns mitgebracht. Hauptsächlich Bohnnekraut war da, aber auch Oregano und Basilikum, und sogar ein wenig Rosmarien kam in unser Pesto hinein.“

Majid: „Ich fand´s cool als wir die Nüsse und Sonnenblumenkerne und die anderen sachen auf dem Herd geröstet haben. Das wichtigste dabei war, damit sie nicht angebrannt sind, dass man ständig gerührt hat, alles immer  bewegt hat.“ (immer nur kleine Mengen rösten und Sonnenblumenkerne, Mandeln, Walnüsse, Cashewnüsse oder Pinien, je nach dem was man hat einzeln gold gelb bis braun rösten) 

„Wir zupften die Kräuter von den Stielen, dabei bekam man richtig braune Finger. Wenn man das Bohnenkraut von Oben nach Unten streifte, konnte man es ganz leicht vom Stiel zupfen. Die Siele sind zu grob. Um ein feines Pesto zu bekommen, nimmt man nur die zarten Blätter der Pflanzen. Es war eine ganze Menge an Bohnnekraut-Blättchen. Diese zerkleinert man dann mit einem Pürrierstab, dazu gibt man etwas Olivenöl. SEhr schnell wird das Volumen klein. Aber der duft ist unglaublich! Jetzt gibt man die Kerne und Nüsse dazu. Auch sie werden pürriert. Der Pürrierstab lief heiss und wir mussten Pause machen. Wir hatten noch geriebenen Parmesan Käse und Salz daruntergemengt und immer wieder Olivenöl…. Bis alles die richtige Konsistenz hat und von allen Zutaten eine ausgewogene Mischung darin war.“

„Dann haben wir es in kleine Gläschen gefüllt, mit eher spitzen (nicht all zu runden) Teelöffeln. Als die Pestomasse im Glas war, stampften wir dieses noch mal vorsichtig auf ein Geschirrtuch (um so die Masse möglichst ohne Lufteinschlüsse fest ins Glas zu bekommen und darauf gaben wir einen kleinen Schuss Olivenöl um das ganze luftdicht abzuschliessen, so wird es etwas haltbarer. Aber lange kann man das frische Pesto nicht aufbewahren, es sollte bald verzehrt werden.) Die Schilder bzw. Etiketten für unsere Gläschen mussten wir auch noch basteln und schreiben.“ 

Madjid: „Zu Hause haben wir dann Nudeln gemacht. Wir, meine große Schwester, meine Mutter und ich haben es dann probiert. Es war lecker. Ich habe mir noch etwas mehr Salz dazu gemacht. Man hat die Kräuter echt geschmeckt. Das hatte n guten Geschmack! Husna hat´s auch gut geschmeckt. Meiner Mutter allerdings war es nicht würzig genung. (Meine Eltern kommen aus Pakistan und kennen ganz andere Gewürze und sie lieben Chutneys und Pfefferminz und Korriander-Pestos) Meiner großen Schwester schmeckte es auch gut.“

Husna: „Wir werden sicher noch mal so ein Pesto machen. Wir haben auch einige Töpfe mit Kräutern auf dem Balkon, allerdings kein Bohnenkraut. Noch nicht. Wenn wir welches brauchen, bekommen wir vielleicht welches vom Stadtacker.“

und aus dem Internet noch bissle was zum Bohnenkraut:

Die gängigste Anwendung von Bohnenkraut ist freilich eine Nutzung als Gewürz. Ob gegen Blähungen durch Hülsenfrüchte wie Bohnen oder Linsen, zu Fischgerichten wie Aal oder zu Lamm- und Schweinegerichten – den Einsatzmöglichkeiten der scharfwürzigen Satureja innerhalb der Küche sind kaum Grenzen gesetzt. Nutzen Sie hier am besten eine Kombination mit Basilikum, Oregano, Rosmarin und Thymian, denn das Pflanzenquintett wird nicht umsonst als beliebte Gewürzmischung namens Kräuter der Provence angeboten.

  • Um Schmerzen bei einem Bienenstich zu lindern, reiben Sie die Stelle mit den frischen Blättern des Bohnenkrauts ein.
  • Ein aus Bohnenkraut zubereiteter Aufguss dagegen soll den Appetit anregen sowie bei Verdauungsbeschwerden und Blähungen helfen.
  • Bei den Römern kam das Kraut als Desinfektionsmittel zum Einsatz. Auch müde Augen wurden mit einem Aufguss aus Bohnenkraut erfrischt.
  • Ein Tee aus zwei Teelöffeln Bohnenkraut und einem halben Liter Wasser zubereitet, regt den Körper an und kräftigt diesen. Auch Krämpfe und Durchfälle können Sie so verhindern. Dafür das Kraut 15 Minuten lang im heißen Wasser ziehen lassen.

Bohnenkraut und dessen Verwendung

Bohnenkraut ist ein vielseitiges Würzkraut, das aber auch bei Bauchschmerzen und Hautproblemen hilft.

Bohnenkraut in der Küche

Bohnenkraut ist ein Klassiker im Gewürzschrank. Verwendet wird das beliebte Küchenkraut sowohl frisch wie auch getrocknet. Anders als es bei vielen anderen Kräutern ist Bohnenkraut auch getrocknete sehr aromatisch und kann bei guter Qualität sein Aroma sogar intensiveren. Der beste Zeitpunkt, um besonders geschmacksintensives Bohnenkraut zu ernten, ist die Phase unmittelbar vor der Blüte.

Der Geschmack von Bohnenkraut ist kräftig und herb mit einer leicht scharfen Note – entfernt vergleichbar mit einer Mischung aus Rosmarin und Thymian. Winterbohnenkraut schmeckt meist intesiver als das Sommerbohnenkraut. Verantwortlich für den recht intensiven Geschmack sind die enthaltenden ätherischen Öle, allem voran Thymol und Carvacrol.

Dafür verwendet man Bohnenkraut in der Küche:

  • als Gewürz für Bohnen und andere Hülsenfrüchtler, z.B. für eine cremige Bohnensuppe in Verbindung mit Kartoffeln
  • für Saucen und Marinaden
  • für spezielle Gewürz- und Kräutermischungen: Bohnenkraut ist z.B. Hauptbestandteil der Kräuter der Provence
  • als Gewürz für Fisch und Meeresfrüchte: Bohnenkraut passt sehr gut zu Garnelen oder weißen Fischen wie Pangasius, Barsch oder Zander
  • als Gewürz für Fleischgerichte wie Hühnchen, aber auch Wildgerichte
  • als Zutat für Frischkäse oder Quarkgerichte
  • zum Würzen von Pastagerichten oder Gnocchi

Nach Bohnen schmeckt Bohnenkraut nicht, harmoniert aber perfekt zu Bohnen in jedweder Version: egal, ob als Bohnensalat oder Bohnengemüse. Doch auch anderes Gemüse wird durch Bohnenkraut fein aromatisiert, allen voran Erbsen und Linsen sowie Kartoffel- und Kohlgerichte. Hervorragend macht sich Bohnenkraut ebenso zu Lammfleisch und Fischgerichten, insbesondere wenn man die zitronenfrische Varietät Satureja citridona verwendet.

Bohnenkraut in der Küche
Bohnenkraut und Hülsenfrüchte wie Bohnen sind ein gutes Team (Foto: Carmen Steiner / stock.adobe.com)

Eine weitere Verwendung von Bohnenkraut ist die Zubereitung herzhafter Quark- und Buttergerichte. Ausgezeichnet schmeckt Bohnenkraut beispielsweise in selbstgemachter Kräuterbutter, die zu gegrilltem Gemüse oder Fleisch passt. Lohnenswert kann auch die Verfeinerung von Kräuterquark oder Frischkäsespezialitäten sein. Bohnenkraut harmoniert im übrigen sehr gut mit anderen mediterranen Kräutern wie Lavendel, Oregano oder Salbei.

In der Küche findet meist das Sommer-Bohnenkraut Verwendung, welches insgesamt etwas milder schmeckt als das Winter-Bohnenkraut. Grundsätzlich können allerdings beide Arten verwendet werden; letztere passen mitunter zu deftigen Gerichten.

Da Bohnenkraut ein recht kräftiges Aroma hat, sollte es als Gewürz immer nur sehr sparsam verwendet werden. Bohnenkraut sollte nicht erst zum Schluss beigefügt werden. Beim Mitkochen gehen die Aromen nicht verloren sondern werden gut verteilt.

Bohnenkraut als Heilkraut

Schon im Mittelalter war Bohnenkraut ein bekanntes Heilkraut, welches vor allem unterstützend zu Speisen oder allgemein für Verdauungsbeschwerden verwendet wurde. So finden sich im Kräuterbuch von P. A. Matthioli Anweisungen, Bohnenkraut (welches dort als Saturey bezeichnet wurde) z.B. als Tee oder mit Honigwasser zuzubereiten. Weiterhin wurde Bohnenkraut gegen Kopfschmerzen und gegen Schlafbeschwerden verwendet.

Bohnenkraut im alten Kräuterbuch
Beschreibung des Bohnenkrauts (hier als Saturey bezeichnet) im Kräuterbuch von Mattioli

Bohnen als Vertreter der Hülsenfrüchte sind nicht immer leicht verdaulich. Durch das Verfeinern mit Bohnenkraut werden Blähungen und Krämpfen in Magen und Darm zeitgleich vorgebeugt. Ein Tee, zubereitet aus dem frischen oder getrockneten Kraut (Ziehzeit frisches Bohnenkraut ca. 10 min und getrocknet ca. 5 min) hat den gleichen krampflösenden Effekt und hilft durch den Gerbstoffanteil im Bohnenkraut auch gegen Durchfall. Ebenso wirksam ist Bohnenkraut bei Husten – hierfür wird mit abgekühlten Tee gegurgelt. Bewährt hat sich Bohnenkraut auch in der Pflege fettiger, unreiner Haut. Ein Gesichtsdampfbad mit Bohnenkraut reguliert die Sebumproduktion (Sebum = Hautfett, Talg) und hilft, entzündliche Unreinheiten zu behandeln.

Beide Bohnenkrautarten haben antibakterielle Eigenschaften. Einige Quellen berichten darüber hinaus, dass Sommer-Bohnenkraut bei der Behandlung von Krankheiten, die durch Candida albans und Aspergillus (Schimmelpilze) ausgelöst wurden, unterstützend eingesetzt werden kann 1).